Gestern in der Uni gewesen, bei Job Enter – Berufswege für die Geistes- und Sozialwissenschaftler.
Das klingt ein bißchen wie Resozialiserung für ganz aussichtslose Fälle oder Dostojewski für Analphabeten. Ist es irgendwie auch. Jede Woche kommen arbeitende Menschen, die Jobs haben, in denen man sich prinzipiell Geisteswissenschaftler vorstellen könnte. Gestern waren es Journalisten. Meine beiden Lieblingssätzen waren:
Es ist völlig egal was Sie studiert haben.
und
In’s Ausland gehen ist natürlich auch eine Alternative.
Ansonsten waren auffällig viele Studenten anzutreffen. Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Veranstaltungen, für die man 1. nichts angerechnet bekommt und die 2. bis 20.oo Uhr dauern, hatte ich schon befürchtet, dass man sich mit Vornamen anspricht und die Organisatorin sich umständlich bei den Referenten entschuldigt, dass es so leer ist.
Genaugenommen kann ich mich kaum an eine Veranstaltung während meines Studiums erinnern – ausgenommen vielleicht die Pflicht-Vorlesungen in den ersten Semestern – die so gut besucht war.
Nächste Woche gibt es Markt- und Meinungsforschung. Berufswunsch: Call-Center-Agent. Yeah.




