– „Und was willst Du später damit machen?“

Gestern in der Uni gewesen, bei Job Enter – Berufswege für die Geistes- und Sozialwissenschaftler.

Das klingt ein bißchen wie Resozialiserung für ganz aussichtslose Fälle oder Dostojewski für Analphabeten. Ist es irgendwie auch. Jede Woche kommen arbeitende Menschen, die Jobs haben, in denen man sich prinzipiell Geisteswissenschaftler vorstellen könnte. Gestern waren es Journalisten. Meine beiden Lieblingssätzen waren:

Es ist völlig egal was Sie studiert haben.

und

In’s Ausland gehen ist natürlich auch eine Alternative.

Ansonsten waren auffällig viele Studenten anzutreffen. Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Veranstaltungen, für die man 1. nichts angerechnet bekommt und die 2. bis 20.oo Uhr dauern, hatte ich schon befürchtet, dass man sich mit Vornamen anspricht und die Organisatorin sich umständlich bei den Referenten entschuldigt, dass es so leer ist.
Genaugenommen kann ich mich kaum an eine Veranstaltung während meines Studiums erinnern – ausgenommen vielleicht die Pflicht-Vorlesungen in den ersten Semestern – die so gut besucht war.

Nächste Woche gibt es Markt- und Meinungsforschung. Berufswunsch: Call-Center-Agent. Yeah.

– Etwas Statistik

Der blogcounter (rechts, orange) zählt nun seit dem 11. August die hiesigen Besucher – bis jetzt 626.

Während der tägliche Schnitt im August noch bei 5/ Tag lag, waren es im Okober schon 11. Wenn das so weiter geht, ist der Blog auf kornecke.de in ca. 210 Jahren der bestbesucht blog auf diesem Planeten. Das bisherige Maximum lag bei 72 Besuchern, am 11. Oktober. Das Minimum (0 Besucher) hat sich über verschiedene Tage verteilt.

Aktuell sind es hier an den meisten Tagen knapp über 10 Interessierte, an Wochenenden weniger. Noch Fragen?

Mich zählt der Counter nicht mit. Sonst wäre das hier jetzt schon der beliebteste blog des Planeten. ;)

– Liebe, Last und Leidenschaften

Im Kino gewesen. Man hatte geladen zum 21. international short film festival interfilm berlin. Zu sehen gab es eine von drei Kurzfilmreihen im deutschen Wettbewerb.

Sieben Filme zwischen 5 und 15 Minuten Länge – von durchwachsener Qualität. Die meisten Filme stammten von ziemlich jungen Machern, oft noch Filmstudenten. Da mag man mangelnde Professionalität verzeihen, aber eine gute Idee darf man doch erwarten. Drei der sieben Filme (Kurfrieden, Stille Wasser & The Diet) waren wirklich unterhaltsam, zwei (DD & Am Ende des Tages) waren eher ärgerlich.

Sehr unterhaltsam waren die auch eher semi-professionellen Interviews mit den Filme-machern zwischendurch. Symphatisch semi-professionell.

Alles in allem eine spaßig-interessante Veranstaltung. Und da die Preise bei derartigen ‚kleinen‘ Festivals auch nicht zu unverschämt sind, ist das eine Sache, wo man eigentlich öfter mal reinschauen sollte…

– Akte Arcor: Erster Fall

Ich habe Post bekommen. Von Arcor:

„Sehr geehrter Herr kornecke,
viele Dank für Ihre E-Mail vom 06.11.2005. Sie haben Fragen zu unseren Basispreisen.“

Stimmt.

„Wir teilen Ihnen mit, dass die DSL flat zu 4.95 Euro brutto monatlich nur im Zusammenhang mit der Bandbreite 2000 zu 15,00 Euro brutto monatlich erhältlich ist.“

Stimmt auch; immerhin war diese Tatsache der halbe Grund für meine Anfrage. Der andere halbe Grund:

„Bisher zahlen Sie für die Bandbreite 1000 10,00 Euro brutto monatlich und für die DSL flat 9,95 Euro brutto monatlich.“

Ach ja? Dann zahle ich also summa summarum genauso viel für die halbe Geschindigkeit?

„Somit erhalten Sie für den moantlichen DSL-Basispreis von 19,95 Euro brutto die doppelte Geschwindigkeit.“

Und jetzt die Überraschung: All das war mit bereits klar. Eben deswegen hatte ich ja angefragt. Genaugenommen wollte ich wissen, ob ich nicht einfach einen schnelleren Zugang für dasselbe Geld haben könnte – und wie.
In der Online-„Kundenbetreuung“ machte es den Eindruck dass ich meinen aktuellen Tarif für preiswerte 15,00 Euro pro Monat zusätzlich von einem 1000’er auf einen 2000’er Anschluß wechseln könnte. Daher meine Verwirrung, daher meine Nachfrage.

„Bei weiteren Fragen oder Anregungen stehen wir Ihnen gern unter unserer kostenpflichtigen Service-Rufnummer 0181 070010 zur Verfügugng.“

Aha.

– USA Hinter Grund

Habe ein paar von den ‚aktuellen‘ Amerika-Bilder zu Desktop-Wallpapern umgearbeitet. Ein paar Filter, eine neue Farbabmischung und schön. Also, bitte ab heute als Bildschirmhintergrund nutzen!

Dort gibt’s alle, hier ein paar:

(Die Bilder sind alle in 1280 x 1024; kann sie aber auf Anfrage aber auch gern in ein anderes Format bringen…)

* VG-Dresden.de

Daß es modern ist über die Arbeit zu bloggen, hat ja der kornecke schonmal erwähnt (Eintrag 10.5.).
Da will ich mich mal nicht von der Moderne distanzieren und die wirklich gute neue Website der „VG Verbrauchergemeinschaft für umweltgerecht erzeugte Produkte eG“, in der ich derzeit arbeite, erwähnen.

www.vg-dresden.de

Die habe zwar nicht ich gemacht, sondern ein Grafik-Designer und zeitweiliger Praktikant bei uns, aber chick ist sie trotzdem ;-)
Ist übrigens fast ausschließlich in CSS geschrieben. Besonders fein finde ich die Öffnungszeiten am unteren Rand, denn die sind so eine Sache bei uns. Zwar haben alle inzwischen einen Mitgliedsausweis, wo die Öffnungszeiten hinten draufstehen, aber man kann sicher sein, wenn man Sonnabend Dienst hat, daß im Schnitt 5 Leute anrufen und fragen, wie lange offen ist. Meist so gegen kurz vor Schluß.

Insgesamt zeigt die Seite, daß man mit relativ wenig Aufwand guten Stil und klare Performance präsentieren kann und nicht gigantische Dateilasten, PlugIns und unnötige Spielereien herhalten müssen, um am Ende auch nichts besseres im Ergebnis zu haben. Das meine ich natürlich vollkommen losgelöst vom Inhalt – der ist bei uns aber auch gut!

– Radiosplitter unbekannter Anzahl

unendlich

Gestern im Radio gehört:

„…fast unendlich viele.“

Das ist einerseits nicht dumm – erweckt es doch den Anschein, eben nicht unendlich aber doch ziemlich groß zu sein.

Frage mich jetzt aber immer wieder: Wie viele sind ‚fast unendlich viele‘? Wahrscheinlich immer noch weniger als die Hälfte von unendlich vielen. Ist ‚fast unendlich viele‘ vielleicht die größte endliche Zahl?? (…was im Grunde ja schon einer mittleren wissenschaftlichen Sensation gleichkomenn würde.)

* Frauenkirche

Heute wurde in Dresden die wiederaufgebaute Frauenkirche geweiht. Hab’s mir im Radio angehört, weil ich so viele Menschen nicht mag.
So was biederes! Daß evangelische Predigten meist nicht besonders spannend sind wußte ich ja schon, aber daß jemand (in diesem Fall Landesbischof Jochen Bohl) noch monotoner sprechen kann als Horst Köhler ist erschreckend zu erfahren. Hätte der Weihgottesdienst nicht einen exellenten musikalischen Rahmen gehabt, wäre er eine ziemlich dröge Veranstaltung gewesen.

Nichstdestotrotz ist die Frauenkirche jetzt wieder das städtebauliche Zentrum Dresdens und auch wenn das Neumarktensemble sehr zu wünschen übrig läßt – um die Berliner Gedächtniskirche sieht es schlimmer aus und die ist immer noch eine Ruine.