Für Daheimgebliebene.
Auflösung: Downloaden und mit Google Earth öffnen.
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Bereits nach zwei Wochen ohne fleischliche Nahrung kann ich klar feststellen: Vegetarier werde ich nicht!
Meine momentanen Heißhungerfavoriten: Bouletten, gebratener Speck, gekochter Schinken und Ungarische Salami. Dazu einer von Bernds Kumpels wäre großartig.
Dann esse ich jetzt mal eine Scheibe Knäckebrot mit Käse…
Also seit geraumer Zeit kann ich mir durchaus vorstellen, dass hier tatsächlich um die 750 Menschen wohnen. Es gibt eindeutig mehr Straßen als auf den ersten Blick zu sehen und auch eine Schwimmhalle mit Sauna und Hot Pots – dort bin ich gewesen.
Zu den hiesigen Saunagewohnheiten gehört es, dass Mann und Frau in Schwimmbekleidung schwitzen. Dumm nur, dass ich das Schild erst nach dem ersten Saunagang gesehen habe. Naja, war alleine – hat sich niemand beschwert. Also geschwitzt und dann bekleidet. Nächste Schwierigkeit: Wo ist kaltes Wasser? Offensichtlich mögen Isländer kein kaltes Wasser – haben ja auch genügend warmes und ausreichend kalte Temperaturen draußen. Jedenfalls gibt es in der gesamten Schwimmhalle keine einzige kalte Dusche. Ein kaltes Becken natürlich auch nicht. Also in Badebekleidung rumsitzen und hoffen, dass man in den gut geheizten Räumen abkühlt. Die Hot Pots (37°C) helfen da auch nicht, entspannen aber. Mehr als zwei Saunagänge schafft man so nicht.
Wieder an meiner Unterkunft angekommen: Tür zu, kein Schlüssel. Sonntag, sehr peinlich. Viele Telefonate, nette Leute, kein Schlüssel. Dann kam Petur mit zwei Blechbüchsen und etwa 100 Schlüsseln vorbei. Keiner passte. Schade eigentlich. Der Kuhfuß musste her, der Spalt zwischen Tür und Rahmen wurde etwas geweitet. Dann konnte der Schlüssel durch ein flaches Stück Metall ersetzt werden. Die Tür ging auf. Danke!
Am nächsten Tag wurden mir gleich drei Dinge erklärt:
1. Isländer kennen keine gemischte Sauna und finden die Vorstellung, dass Männlein und Weiblein zusammen unbekleidet in einem Raum sitzen auch etwas eigenwillig.
2. Als kaltes Becken wird das Schwimmbecken benutzt. Wazu kalte Duschen?
3. Ich war nicht die erste, die das Problem mit dem Schlüssel hatte.
Na dann ist ja gut…
5000 Besucher in diesem Blog. :)
Seit – ungelogen – dem 11. August 2005. Die nächsten 5000 dann bitte in einem halben Jahr. Danke.
Aus vertraulichen Quellen wurde uns zugetragen, dass es Mr. ED war, der die 5000 voll gemacht hat. Glückwunsch dazu! :p
Kleines Kuriosum am Rande: Seit kurzem gibt es in der deutschen Wikipedia die Wikicharts, eine Auflistung der meistaufgerufen Wikipedia-Seiten.
Die Liste ist (im Moment?) nicht besonders originell. Aber womöglich lassen sich daran in Zukunft gewisse Trends ablesen.
Die erste Woche auf Island ist ins Land gegangen und mein Geld auch… Größter Posten sind bisher die Lebensmittel: 15.500 ISK (aktueller Wechselkurs).
Hier sind einige Beispiele zum Preisvergleich:
Wasa Knäckebrot (250g) – 129 ISK
Kartoffeln (2,5kg) – 420 ISK
Vollkornreis (340g) – 197 ISK
Spagetti (1kg) – 139 ISK
Haferflocken (1kg) – 129 ISK
Tunfischsalat (200g) – 259 ISK
Käse (370g) – 349 ISK
Gouda (500g) – 479 ISK
Eier (12st) – 199 ISK
Butter (400g) – 225 ISK
Schwarzer Tee (20 Beutel) – 219 ISK
Früchtetee (20 Beutel) – 249 ISK
Tomaten (1kg) – 248 ISK
Äpfel (1kg) – 179 ISK
Zwiebeln (1kg) – 78 ISK
Schellfisch tiefgefroren (800g) – 799 ISK
Salamie (ca. 150g) – ca. 400 ISK
Aus preislichem Anlass habe ich mich dazu entschlossen, Wurst und Fleisch in den kommenden Wochen nicht zu kaufen. Fisch passt eh viel besser und ist auch eindeutig erschwinglicher. Außerdem gibt es spannende Dinge zu probieren, so zum Beispiel getrockneten Fisch als Knabberei. Liegt schon bereit, muss nur noch geöffnet werden…
Alles in allem ist das Essen also wie erwartet: Fisch in allen Variationen, Brot nur als Knäckebrot sättigend und Fleisch unerschwinglich.
Was die Preise von alkoholischen Getränken angeht, so bin ich noch zu keinem Ergebnis gekommen. Bei den Bierpreisen vergesse ich immer zu gucken und für stärkere Getränke müsste ich in einen anderen Laden. Späte vielleicht, wenn mir von dem ganzen Fisch mal schlecht geworden ist.
Also ein schönes und nicht ganz preiswertes Land. Aber wer könnte schon behaupten, er hätte es nicht gewusst…
Dann gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
Entweder man fragt Dilemma 5000 – Wieso selbst entscheiden, wenn es andere für dich tun können? – eine großartig sinnfreie Seite, auf der man seine Frage plus zwei Antwortmöglichkeiten (JA vs. NEIN) loswerden kann. Die Entscheidung wird einem dann von vielen hilfsbereiten Menschen abgenommen. Selbst hilfsbereit zu sein, macht besonders viel Spaß.
dropping knowledge ist weniger lustig und weniger sinnfrei. Das Projekt sammelt (ernsthafte) Fragen aller Art, die diskutiert – vor allem aber, in Auswahl, einer Runde von tatsächlich prominenten Personen vorgelegt werden sollen. Das ganze ist als große öffentliche Veranstaltung für den 09. September in Berlin geplant.
Was daraus tatsächlich wird, bleibt anzuwarten. Die eingereichten Fragen, die man auf der Seite nachlesen und bewerten kann, sind mäßig spannend. Auch scheint die Organisation des geplanten Events noch auf keinen sehr festen Füßen zu stehen. Trotzdem lohnt es sich vielleicht, die (wenig ansprechend gestaltete) Website im Auge zu behalten. Womöglich kommt doch etwas Bemerkenswertes bei dem ganzen heraus.
Meine untrainierten Beine gaben mir heute Nacht deutlich zu verstehen, dass eine Wanderung über neun Stunden Wirkung zeigt. Hier die harten Fakten:
Strecke:
Vom Ort Seyðisfjörður am Nordufer des Fjordes entlang, dann nach Westen in das Tal Vestadalur, immer am Fluss Vestalsá entlang bis zum Hochgebirgssee Vestalsvatn, dann nach Süden in das Tal Stafdalur, anschließend weiter Richtung Osten – ab jetzt auf einer Straße – zurück nach Seyðisfjörður.
Kilometer: ca. 28 (die Karte ist nicht wirklich genau)
Zeit: 9 Stunden
ausgeschriebene Schwierigskeitsstufe: leicht
Wichtige Ereignisse/ Erkenntnisse:
– in 7,5 Stunden zwei Person getroffen (die Straße ausgenommen)
– 2X bis zu den Knöcheln im Morast gesteckt
– 2X bis zu den Knöcheln in Wasser gestanden
– 1X abgerutscht und auf dem Hosenboden gelandet
– ca. 10X gedacht: „Hier kann kein Weg sein.“
– ständig nach den Wegmarkierungen Ausschau gehalten und dabei festgestellt, dass gelbe Farbe auf grünen Wiesen und Geröllfeldern ausgesprochen schlecht zu sehen ist
– regelmäßig den Kompass kontaktiert
– streng von Schafen und Vögeln beobachtet worden (Trollspäher?)
– gelernt, welche Moossorten auf Grund ihres Wassergehaltes zu umlaufen sind und welche ohne Probleme durchschritten werden können
– unzählige Wasserläufe durchquert
Fazit
1. War toll!!!
2. Ich brauche eine bessere Karte.
Ohne Worte…