– Neu, toll, innovativ!

Gelegentlich kommt es vor, dass auch anderswo online etwas Lesenswertes geschrieben wird. Bisher hatte ich in solchen Fällen, soweit sie mir bekannt geworden waren, einen kurzen Blogeintrag verfasst, der nicht viel mehr als den entsprechenden Link beinhaltete.

Jetzt geht das anders, Web 2.0-iger. Da rechts gibt es jetzt eine Rubrik anderswo lesen. Da werden ab jetzt alle Lese-Links eingestellt. Wenn man direkt zum Stoff will, einfach auf den Anstrich klicken. Wenn man eine Übersicht inkl. kurzer Kommentare sehen will, auf die Überschrift – anderswo lesen – klicken.

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° Randnotiz IV

Ich fahre heute für eine Woche in den Urlaub nach Akureyri. Also mal eine ganze Weile auch keine Beiträge von mir. Dafür habe ich bestimmt viel zu berichten, wenn ich wieder hier bin. Ich erwarte heiße Quellen, Waale, Papageientaucher, und natürlich viel Landschaft. Dann wird auch vom Galaessen und den großen Feierlichkeiten des hiesigen Museums zu schreiben sein.

Grüßt mir die Welt!

– 3auf1: Fluch der Karibik 2, Renaissance, Quinceanera

Im Kino gewesen. Drei Mal.

Daher jetzt drei kompakte Meinungen.

3filme


    Fluch der Karibik 2

Naja, kann man machen. Ganz unterhaltsam und lustig anzuschauen, aber irgendwie doch wenig überraschend und nicht immer wirklich spannend. Hoffen auf den dritten Teil im nächsten Somme.

kornecke meint:

    Renaissance

Gesehen auf dem Fantasy-Filmfest. Eine Komikverfilmung im Stil von Sin City nur konsequenter, weil komplett in schwarz-weiß. Beeindruckend anzusehen, immer wieder neue ‚Effekte‘ die einem ein Staunen abnötigen. Die Story ist allerdings deutlich deutlich konvetioneller; einsamer Cop kämpft in einer nicht allzu fernen, düsteren Zukunft gegen übermächtigen Konzern. Eine Art Bladerunner für Arme. Aber, wie gesagt, optisch mächtig beeindruckend.

kornecke meint:

    Quinceanera

Gesehen im Berlinale-Best-Of des lokalen Freiluftkinos. Eine Geschichte über die Kinder (nein, Jugendliche) mexikanischer Einwanderer in Los Angeles. Schöne, anrührende, traurige, lustige Geschichte. Mitunter etwas unmotiviert, ein kleines bißchen hölzern. Aber da sieht man gern drüber hinweg.

kornecke meint:

– Döner-Mann, where have you gone?

Mein Dönerladen ist zu. Also nicht meiner, aber der meiner Wahl. Zu vermieten. Traurig.

doener
© urbancapture

Habe ein bißchen Schuldgefühle. Womöglich habe ich ihn durch den exzessiven Einsatz meiner 10er-Karte (elfter Döner kostenlos!) in den Ruin getrieben. Aber vielleicht war es auch beppo, die dem netten jungen Mann mit Migrationshintergrund in der Vergangenheit mehr und mehr ihre Unterstützung entzog. Vielleicht hat es aber auch irgendwie mit dem zuletzt nicht ganz so fidelen Castro zu tun, dass das Bistro Havanna zugemacht hat. Aber vielleicht auch nicht.

Man mag einwenden, dass bei einer Dönerladendichte von <100m die Chancen eh nicht sehr gut standen, dass es für alle gut laufen würde. Aber zum einen lief es einige Jahre lang und zum anderen: Warum gerade der?

Der Gegenüber-Döner ist weder lecker noch nett. Der nach eigener Aussage super lecker beste Döner von Friedrichshain* ist in der Tat nicht übel, jedoch knappe 10 Gehminuten entfernt. Da bedeutet ‚zum Mitnehmen‘ soviel wie ‚gut gekühlt‘. Tja, also mal gucken was die anderen… ähh…. sieben(?) Döner-Manner und -Frauen im Umkreis so zu bieten haben. Man nimmt ja nicht jeden. Döner.

* Zugegeben, die Aussage stammt nicht direkt von dem Döner sondern von den Betreibern des Imbiss‘, vermutlich. Würde der Döner tatsächlich selbst derartige Aussagen tätigen, wäre er vielleicht nicht mehr ganz so lecker. Ich mag nix essen, das sprechen kann.

° Randnotiz III

Das Internet ist ausgesprochen weit vertreten auf Island. Ich habe einen drahtlosen Zugang in einer Musikschule, die nur die Hälfte des Jahres zum Zeitvertreib genutzt wird und meine Eltern – gerade gelandet auf dieser schönen Insel: Willkommen! – haben ebenfalls Zugang vom Hotel aus. Sehr praktisch zum Telefonieren, emails schreiben und wichtige Informationen suchen. Allerdings hat die Sache einen Haken: Man findet nur Informationen, die auch jemand reinschreibt. Das mag eigentlich nicht das Problem sein. Aber – und das ist eine Selbstaussage einer Isländerin – Isländer sind planungsfaul. Deshalb scheint sich auch noch niemand für den ab dem 1. September gültigen Busplan zu interessieren. Naja, dann erfahre ich eben erst zwei Tage vorher wie ich wieder vom Treffen mit meinen Eltern nach Seyðisfjöður komme. Macht ja nichts, vorausgesetzt, es ist dann einE IsländerIn ganz spontan und holt mich am nächsten Busbahnhof ab…

° was ich hier eigentlich mache

Also wenn ich nicht gerade wandern, Beeren sammeln (mein neustes Abenteuer) oder in der Sauna bin, dann arbeite ich in einem Museum.

Da ich mir dachte, dass ich nicht so einfach für sieben Wochen nach Island fahren kann ohne einen Grund, – zumindest einen anderen als die pure Lust am Verreisen – habe ich an zahlreichen isländischen Museen angefragt, ob sie nicht vielleicht eine Praktikantin gebrauchen könnten. Mit einem Kunstgeschichtsstudium könnte es ja theoretisch passieren, dass ich an einer solchen Einrichtung lande und dann wäre es ja nett, wenn ich schon mal in die dortige Arbeit reingeschaut hätte. Naja, was man sich eben so denkt, beim deutschen Praktikumswahn und auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung auf Island. Gefunden! Ein kleines Museum wollte gerne meine Dienste in Anspruch nehmen und bot mir dafür auch eine Unterkunft an – mehr als man in Deutschland erwarten könnte. Also ab nach Island!
Da ich nun im besagten Museum seit gut zwei Wochen arbeite, kann ich einige Dinge mit Bestimmtheit festhalten:

1. Dieses Praktikum bringt mir wohl wenig bis gar nichts für mein Studium. Es werden zwar gerade ein Jubiläum und neue Räumlichkeiten vorbereitet, aber mein Anteil daran besteht bisher aus streichen, räumen und streichen. Wobei anzumerken ist, dass alle (!) Mitarbeiter gerade mit solchen Tätigkeiten beschäftigt sind.

2. Das macht gar nichts! Vom theoretischem Arbeiten hatte ich eh etwas die Nase voll und streichen macht Spaß! Jetzt bin ich mir sicher, dass ich wieder Lust auf mein Studium habe, wenn ich zurück gekommen bin.

3. Arbeiten mit Isländern ist ausgesprochen aufschlussreich: Sie erzählen in einem fort und man lernt sehr viel über anderer Leute Arbeit und Alltag – und das ist ja das eigentlich Spannende in einem fremden Land!

4. Isländer sind stolz auf ihre Insel und sind jederzeit bereit viel darüber mitzuteilen und zu zeigen. Dafür kann man dann auch mal eben einen halben Tag frei machen und mit der Praktikantin wandern gehen!

Alles in allem sieht es also so aus, als ob mein Praktikum ein voller Erfolg wird!

° Randnotiz II

Ich habe mir heute dann doch eine Mütze gekauft – Handschuhe kommen diese Woche auch noch dazu. Als Erläuterung: Gestern gab es heftigen Regen und Wind, heute strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Bei diesem Durcheinander kann der Schnee eigentlich nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ich bin dann jedenfalls gerüstet.