Was ist bitte die Idee dahinter wenn Termine für Wohnungsbesichtigungen gern auf einen Wochentag 12:00 Uhr gelegt werden und dann am besten die letzten 200 Einkommensnachweise zu je 5000 Euro Netto vorgelegt werden sollen?
– Alles neu
Beppo hat das neue Theme ausgesucht. Mal schauen, wie lange es gefällt.
Update: Habe jetzt doch nochmal geändert. Gegen beppos Willen. ;)
– Pharmarketing
Medikamentenverpackungen mit der Aufschrift ,Starterkit‘ sind schon unanständig, oder?
– Gute Nachrichten aus Berlin
Allerdings nur notdürftig, sodass jede Menge Dreck zu erwarten ist, wenn die weiße Pracht sich irgendwann entgültig verflüchtigt haben wird. Allzu lange kann das ja nicht mehr dauern. Silvesterreste: Glas, Scherben und Knaller. Dazu Sand, Splitt und anderes Streugut. Außerdem massenhaft extraweiche Hundescheiße, die sich ja – über etliche Wochen tiefgekühlt – sicherlich hervorragend gehalten haben wird. Da kommt Freude auf.
Da hat die gute Susanne recht.
Das wird dann so eine Art Wettrennen ob eher die Straßen geräumt oder doch eher die S-Bahn wieder im Takt ist. Falls sich die BVG noch an den Warnstreiks beteiligt, wird’s noch besser. Seufz. Nie wieder rausgehen, das wär’s.
– Lost Places weltweit
Bei Spreeblick gefunden: Artifical Owl sammelt Phtotos von Lost Places* weltweit. Da müssen doch Dosen liegen.

* Lost Places: Geocaching-Slang für verlassene Gebäude/ Gelände. Genutzt als Abenteuerspielplätze für erwachsene Geocacher. Hier in der Gegend bspw. alte Russenkasernen, -bunker oder auch die Anlage der Beelitz-Heilstätten.
– kornecke an ZEIT
Ggf erst lesen: Im Google-Wahn
Betreff:
Bzgl „Im Google-Wahn“, Ausgabe Nr 3
Von:
Jan Koernicke
Datum:
Sun, 17 Jan 2010 16:13:00 +0100
An:
leserbriefe@zeit.de, widerspruch@zeit.deGuten Tag,
unten stehend ein (vermutlich zu langer) Text in Reaktion auf Frau Gaschkes Artikel „Im Google-Wahn“. Der Artikel ist weniger Grund als vielmehr Anlass zu diesem Schreiben. Schon in der Vergangenheit war der Tenor von ZEIT-Artikeln zum Thema Internet/ Informationsgesellschaft im allgemeinen und zum Thema ‚Google‘ im speziellen meiner Wahrnehmnung nach eher polemisch als informiert. Mit etwas technischem Verständnis bieten die Artikel in der sonst überaus lesenswerten Zeitung immer wieder Grund zum Kopfschütteln. Im allgemeinen also die Bitte um Artikel mit etwas mehr technischem Hintergrund (bei Autoren und gern auch im Text) und im speziellen die folgenden Zeilen zum konkreten Artikel.
(Ob Sie diese als Leserbrief oder Widerspruch komplett oder gekürzt abdrucken, ist Ihnen überlassen. Schon allein das Lesen und zur Kenntnis Nehmen durch die zuständigen Personen wäre hoch willkommen.)Schon im dritten Satz von Frau Gaschkes Artikel werden Intention und Selbstverständnis des Textes klar: „ … ein paar Verbotsschilder für kinderpornographische Internetseiten, als sei dies kriegsentscheidend“. Der zu Recht viel diskutierte Gesetzesentwurf zur potentiellen ‚Sperrung‘ von Webseiten ist also im ‚Krieg‘ gegen Google ein stumpfes Schwert?
Und so geht es weiter im Artikel, das Credo: Google ist böse und der Staat muss uns davor beschützen. Beides ist Unsinn. Richtig ist: Google sammelt frei verfügbare Informationen sowie alle Informationen, die wir – die Nutzer – freiwillig geben. Richtig ist aber auch, dass jeder selbst bestimmen kann, welche Daten er Google preisgeben will und welche nicht. Ohne persönliche Registrierung (bspw. für Google Mail) kann Google keine Informationen über persönliche Suchanfragen sammeln; mit einer solchen Registrierung lässt sich diese Sammlung einfach deaktivieren. Jeder Betreiber einer Webseite kann selbst bestimmen ob seine Inhalte von Google durchsucht und indiziert werden sollen oder nicht; bei Facebook und Co kann das jeder Nutzer. Cookies, welche Webservern eine Wiedererkennung eines Besuchers ermöglichen, lassen sich in jedem Browser komplett oder gezielt deaktivieren. Die Aussage „Keine zwei Nutzer erhalten für denselben Suchbegriff die gleichen Antworten“ ist einfach falsch und generiert auf der Titelseite einer seriösen Wochenzeitung nur unberechtigte Ängste.
Zum anderen: Wenn Google versucht, möglichst viel über den Nutzer zu erfahren, so geschieht das ganz einfach um ihm bessere Ergebnisse liefern zu können. Google will die besten Ergebnisse liefern um besser Werbung verkaufen zu können. Nutzer wollen die besten Ergebnisse für ihre Suche bekommen. Dass die Suchergebnisse besser sind, umso mehr Informationen über die Anfrage verfügbar sind – ist das ein Wunder?
Gern werden in der Diskussion auch das ‚Google Handy‘ oder Chrome, Googles Browser, erwähnt. Auch hier heißt es gern, dass beide sehr viele Daten an die ‚Krake‘ liefern würden und man deren Nutzung möglichst vermeiden soll. Tatsache ist, dass im Falle von Chrome der Quellcode komplett und im Falle von Android, dem Betriebssystem für Mobilgeräte, der größte Teil des Quellcodes offen verfügbar ist. Jeder, der will und kann, kann sich anschauen, was Googles Software tut. Das ist bei den Konkurrenten im Browser- oder Mobilgerätemarkt nicht der Fall. Alle datenschutztechnisch relevanten Optionen lassen sich in Googles Software unkompliziert deaktivieren; Chrome ist gar der einzige Browser der den Nutzer bei der Installation fragt, welche Suchmaschine er gern verwenden würde.
Der andere Torheit in Gaschkes Artikel ist die Forderung nach einem staatlichen Schutz vor Google. Dabei wird nicht erwähnt, dass in Deutschland die automatische Identifikation von Passanten in der Öffentlichkeit nicht von Google sondern vom BKA am Bahnhof Mainz zuerst getestet wurde. „Was heißt noch ‚Privatheit‘, wenn keine Bewegung im öffentlichen Raum mehr inkognito ist?“ Diese Frage geht wohl weniger an Google als an eben diesen Staat, der ganze Straßen und Plätze überwachen lässt. Und warum ausgerechnet Google um Erlaubnis bitten sollte, an öffentlichen Plätzen Fotos zu machen, wo dies sonst fast jedem, inklusive und insbesondere der Presse gestattet ist, erschließt sich auch nicht.
Richtig ist: Google will möglichst viele Informationen sammeln und will möglichst viele dieser Informationen frei verfügbar machen. Darauf beruht das Geschäftsmodell des Unternehmens. Und daran ist erstmal nichts Verwerfliches. Das Google dabei transparenter vorgeht als die meisten anderen Unternehmen und dem Nutzer alle Wahlmöglichkeiten lässt, sollte allerdings ebenso erwähnt werden. Tatsächlich sind weder die Titelseite noch das Feuilleton der richtige Ort für einen solchen Artikel – vielmehr sollte der Wissens-Teil der ZEIT die Aufgabe übernehmen, zu erklären wie die Nutzer mit den neuen Diensten umgehen können und sollten. Am Ende wird weder die Politik noch die Kultur entscheiden wie die neuen Techniken unser Leben beeinflussen; wir werden es selbst entscheiden müssen – und dazu wird das nötige Wissen benötigt. Im Grunde Bedarf es im Übergang zum Informationszeitalter einer neuen Aufklärung, im besten Sinne eines „Ausgangs des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“.Mit freundlichen Grüßen, Jan Koernicke
– Cacher gesehen
Heute das erste Mal im Vorbeigehen andere Geocacher gesehen. Also wir waren zivil unterwegs, als Touris, im kalten Celle. Und dann suchen da ein paar Leute im Schlosspark an einem Baum rum; von denen einer immer wieder auf sein komisches Elektrogerät schaut.
So sehen wir sonst also aus. Guck an.
– Liebe Berliner Geocacher,
langsam wird’s albern. Dass man beim Cachen auch ein wenig knobeln muss – dagegen sei nichts gesagt. Und dasss die D-Wertung bis zu 5 geht, soll auch nicht unbeachtet bleiben: Aber muss denn das halbe Stadtgebiet mit Mysteries gepflastert werden? Wenn man für einen Cache am Schreibtisch mehr Zeit braucht als ‚draussen‘, dann stimmt was nicht.

Ich weiß, ich bin nicht der Erste, der sich beschwert. Und ich werde sicher nicht der Letzte sein. Aber was spricht denn dagegen einfach einen netten Platz zu suchen, eine Dose (gern auch mehrere) zu verstecken und die Koordinaten zu veröffentlichen? Es ist ja nun nicht so, dass es in Berlin nicht genug bemerkenswerte Plätze geben würde…
Grüße, kornecke
PS: Vom allgemeinen zu speziellen: Ein Kommentar zu ‚Lost in Space‘ bei Schrotti.
– Mehrkornbrot
– Anmerkungen zur S-Bahn
- Es ist Winter, die Züge sind so voll wie es nur geht, aber niemand redet mehr von der Schweinegrippe. Vermutlich war das S-Bahn-Chaos doch ein Plan des Berliner Senats, mehr Leute zum Impfen zu bewegen um mehr Impfdosen an die Krankenkassen verkaufen zu können. Hat wohl nicht funktioniert.
- Die aktuelle Zustände kosten die S-Bahn einiges: Weniger verkaufte Tickets, gestrichene Zahlungen vom Land, höhere Personalkosten – und potentiell noch mehr Entschädigungen. Das Geld hinterher wieder einzusparen ist einfach: Weniger Züge fahren lassen, mit weniger Wagen. Auf dem Ring z.B. einen 20- statt einem 5-Minutentakt. Funktioniert ja.
- Immer wenn es ein wenig geschneit hat, werden die Züge am nächsten Tag noch ein wenig voller. Das sind dann wohl die Autofahrer, die vor dem Schnee Angst haben. Oder ohne Winterreifen unterwegs sind. („Damit konnte ja nun wirklich keiner rechnen. Schnee im Januar!“) Jetzt wo der Platz knapp ist, sollten erst die Zeitkarteninhaber in die Züge gelassen werden und dann die Gelegenheitsfahrer. Schwarzfahrer gern dazwischen.
- Im Senat wird diskutiert, mindestens Teile des S-Bahn Netzes von einem andere Betreiber ‚bewirtschaften‘ zu lassen. Wem gehören eigentlich die Schienen, Bahnhöfe, etc?
