Archiv für den Monat: Mai 2006

– Im Kino: We Feed the World

we feed the worldIm Kino gewesen. Vorher gegessen.

„Woher kommt mein Essen?“ ist für Erwin Wagenhofer die Frage, die ihn nach eigener Aussage zu seinem Film motiviert hat. Herausgekommen ist dabei eine moralische und durchaus auch politische Auseinandersetzung mit der modernen Lebensmittelindustrie.

In mehreren Episoden erzählt Wagenhofer u.a. von spanischen Tomaten, brasilianischem Soja, industriell produzierten Hühnern und ungenießbarem Fisch. Verknüpft werden die einzelnen Episoden durch Statements des UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler.
Wagenhofer vermeidet in seinem Film explizite Kommentare im Stile eines Michael Moore; dennoch wird seine Kritik deutlich – auch wenn er formal nichts weiter tut, als die Wirklichkeit zu dokumentieren. Durch die Auswahl von Personen und Perspektiven, Inszenierung und Schnitt ist jeder Dokumentarfilm gezwungen, echte Objektivität aufzugeben.

Man kann dem Film durchaus vorwerfen, dass er nur Probleme präsentiert, ohne Lösungen zu skizzieren; und womöglich sind einige der aufgezeigten Missstände tatsächlich alternativlos. Was der Film aber im besten Fall leistet, ist die Auseinandersetzung des Konsumenten mit dem Thema anzustoßen.
Eben das, der bewusste Umgang mit Lebensmitteln, scheint allerdings gleichzeitig die einzig effektiv vorhandene Lösung der ‚Probleme‘ zu sein: Die Industrie lebt von Markt, und die Kunden dieses Marktes, die Konsumenten von Lebensmitteln, sind eine relativ einfach zu bestimmende Gruppe.

We Feed the World wirft wichtige und spannende Fragen auf, will und kann Diskussionen anstoßen. Darüber hinaus ist auch ein formal spannender Film gelungen – Wagenhofers Beobachtungen besitzen eine gewisse ‚Ästhetik‘, die viel zur inhaltlichen Kraft der Bilder beiträgt. Dies und der beobachtende, feststellende Ansatz machen We Feed the World zu einem spannenden Dokumentarfilm jenseits von Mooreschem Amüsement und erhobener-Zeigefinger-Didaktik.

kornecke meint:

– Kyo Wa Hihon No Hi!

„Heute feiern wir japanisch!“ heißt dieser Satz auf Japanisch.

Schreibt IKEA von wegen JAHOMEITASCHWE.

IKEA ist nicht weiter verwunderlich, aber ‚auf Japanisch‘ lässt einen zuerst stocken; dann ist es aber auch logisch:

Zuerst: ‚Kyo wa…‘ heißt auf Japanisch ‚Heute feiern…‘? Wie kann der zweite Satz denn Japanisch sein, müsste es nicht vielmehr andersrum sein?
Dann aber: Klar, ‚Kyo wa…‘ bedeutet in der japanischen Sprache ‚Heute feiern…‘. In der deutschen Sprache ist der Satz ja ziemlich bedeutungslos; es wäre also falsch zu sagen er hieße auf Deutsch ‚Heute feiern…‘

Was ist nun richtig(er)? Anderes, einfacheres Beispiel:

‚Gift‘ heißt auf Englisch ‚Geschenk‘. Auf Deutsch heißt ‚Gift‘ so viel wie ‚ungesundes Zeugs‘.
  oder
‚Gift‘ heißt auf Deutsch ‚Geschenk‘. Auf Englisch heißt ‚Gift‘ soviel wie ‚Posion‘.

Gibt es da eine mir unbekannte Regel? Oder handelt es sich um eine weitere, dieser schrecklichen Mehrdeutig- und Widersprüchlichkeiten?!?

– Look, feel and comment

Minimale Layoutänderungen vorgenommen. Das eigentliche Vorhaben, ein komplett neues Theme zu nehmen, aufgegeben. Vorschläge für ein neues Layout sind willkommen. Auswahl gibt es bspw. hier und da.

Oder weitere/ andere Anpassungen hier? Was sieht besser aus? Was ist übersichtlicher? Was erleichtert die Lesbarkeit? Was ist schicker?!

Nachtrag: Kann mich nicht für ein neues Theme entscheiden. Viele sind ganz nett (z.B. Letterhead) aber so richtig überzeugen sie alle nicht. Bin unzufrieden. Mit allem. Und überhaupt.

* Amis in Deutschland

Die Deutschen sind nicht lustig. Das schreiben amerikanische Ratgeber für Aufenthalte in Deutschland: http://www.stern.de/lifestyle/reise/561253.html
Soweit nichtlustig. Lustig sind aber die Tipps zu Autos, Tageschau und Bush *lol*.

Minotaurus nimmt hier ansonsten seine Co-Autoren-Rolle derzeit nur geringfügig war, da er verstärkt mit Jorlúnds Krieger beschäftigt ist. In das derzeit laufende Testspiel kann jederzeit noch eingestiegen werden.