– Tatortkritik: Der illegale Tod

Wie heißt es so schön: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht.

Und zu mehr als gut gemeint reicht es bei diesem Tatort nicht. Alles andere war schrecklich durcheinander, unlogisch, unglaubwürdig, unspannend. Das fing mit den ersten Szenen an, die sowas wie einen Hollywood-Politikthriller zu kopieren versuchten aber handwerklich einfach schlecht gemacht waren. Das ging weiter mit diesem unmotivierten und fast peinlichen ‚Alte Freunde machen einen drauf‘-Abend (Stedefreunds ‚Ja, das war eine Dummheit‘ klang fast nach Mommsens Entschuldigung, die Szene so gedreht zu haben) und der C-Klasse Figurenkonstellation als Bootsbesatzung (mit dabei: ein Frankfurter Psycho-Kommissar, der offensichtlich zur Bremer Wasserschutzpolizei versetzt wurde). Das endete in dem dramatischen Höhepunkt auf dem Katamaran der so komplett wirr war, dass bestimmt keinerlei Spannung aufkam. (Über den Mutter-Tochter-Konflikt, den Frontex-Chef und die Darstellung der Asylbewerber hüllen wir den Mantel des Schweigens…)

Immerhin konsequent: Da hat Radio Bremen aus einem gruseligen Thema einen gruseligen Tatort gemacht: Un point.

PS: Und laut Stralauer Tatort-Altmeister auch noch schlecht geklaut.

Ein Gedanke zu „– Tatortkritik: Der illegale Tod

  1. ave

    Ich finde, die gebrochene Nase vom Herrn Staatssekretär verdient einen Extrapunkt, selten so eine überzeugende Prügelszene gesehen. Der Rest war Mist.

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