– Tatortkritik: Ein todsicherer Plan

Ja, eigentlich keine Tatort- sonder eine Polizeirufkritik. Aber so ganz klar ist mir der Unterschied eh nicht – und den meisten wahrscheinlich auch egal.

Warum lässt man einen Hauptkommissar anschießen und eine halbe Folge im Krankenhaus liegen? Kann man machen um den Charakter aus der Serie ausscheiden zu lassen, aber sonst?
Auch sonst hatte der Fall, im Grunde ein klassisches Tatort-Szenario, dramaturgisch einige Ungereimtheiten. Und vor allem: Es war keine Spur spannend. Dass einer aus dem unglücklichen Trio Mutter, Vater, Anwalt mit der Entführung zu tun haben könnte, lag in der Luft. Und am Ende ein dramatisches Zusammentreffen des Täters mit dem Strippenzieher: Wo bloß, haben wir das schon mal gesehen? Und hieß Lissi zuletzt nicht Amelie und war statt Millionärstochter obdachlose Herumtreiberin?

Naja, für die konkreten Wiederholungen kann man diesem Polizeiruf kaum die Schuld geben, sie zeugen aber dennoch von einem einfallslosen Drehbuch. Einzig Frau Gerschke als Oberkommissarin Lindner war ein Lichtblick im doppelten Sinne – und verhilft dieser eher drögen Veranstaltung zu doch noch zwei Punkten.

Nachtrag: Der freitag hat diese Woche (auch) eine sehr schöne Kritik.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.