{"id":473,"date":"2006-10-23T13:58:55","date_gmt":"2006-10-23T12:58:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kornecke.de\/blog\/?p=473"},"modified":"2006-10-26T13:35:32","modified_gmt":"2006-10-26T12:35:32","slug":"kino-nachgereicht-deutschland-smoking-wahrheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kornecke.de\/blog\/?p=473","title":{"rendered":"&#8211; Kino nachgereicht: Deutschland, Smoking, Wahrheit"},"content":{"rendered":"<p><center><img decoding=\"async\" id=\"image472\" src=\"http:\/\/www.kornecke.de\/blog\/pics\/3filme1.png\" alt=\"3filme\" \/><\/center><br \/>\n<\/p>\n<ul><strong>Deutschland. Ein Sommerm\u00e4rchen<\/strong><\/ul>\n<p>Zugegeben, S\u00f6nke Wortmanns Film hat nicht die Qualit\u00e4ten anderer erstklassiger Dokumentationen (wie etwa <em><a href=\"http:\/\/www.filmszene.de\/kino\/h\/hoellentour.html\">H\u00f6llentour<\/a><\/em>). Dazu ist die Perspektive zu eingeschr\u00e4nkt und oberfl\u00e4chlich. Obwohl die Kamera die ganze Zeit \u00fcber nah an der Mannschaft (und nur dort) ist, ist wenig Zeit f\u00fcr \u00fcberraschende, ungekannte Perspektiven oder Interviews, die mehr erz\u00e4hlen als all die Fernseh-Features, die man vor und w\u00e4hrend der WM sehen konnte.<br \/>\nAber der Film macht eine Menge Spa\u00df; genauso wie die WM Spa\u00df gemacht hat. Der Film ist reich an Emotionen und unterhaltsamen Bildern. Die Spiele sind in kurzen Szenen zusammengefasst und musikalisch unterlegt; auch sonst kommen viele Szenen ohne Worte aus &#8211; was wohl ein Zugest\u00e4ndnis an die magelnde Qualit\u00e4t des vor allem mit digital gedrehter Handkamera Materials ist. W\u00e4hrend die Bilder eine gewisse Authentik gewinnen, ist der Ton oft an der Grenze des Verst\u00e4ndlichen.<br \/>\n<em>Deutschland. Ein Sommerm\u00e4rchen<\/em> ist keine gute Dokumentation &#8211; aber ein Film, der sehr viel Spa\u00df macht. So gesehen genau der richtige Film zur WM.<\/p>\n<p><center>kornecke meint: <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.kornecke.de\/blog\/pics\/4.jpg\" width=\"100\" height=\"18\" alt=\"\" \/><\/center><br \/>\n<\/p>\n<ul><strong>Thank You for Smoking<\/strong><\/ul>\n<p>Ebefalls sehr unterhaltsam. Der Film lebt von seiner Hauptfigur, dem charismatischen und schlagfertigen Tabak-Lobbyisten Nick Naylor. Immer wieder gelingen den Autoren zynische Spitzen die angenehm beil\u00e4ufig platziert werden. Die eigentliche Handlung des Films kann weniger \u00fcberzeugend, ist allerdings auch kaum von Belang. Die Versuche nicht nur unkorrekt witzig sondern streckenweise auch (anr\u00fchrend) ernst zu sein, gelingt dem Film mal mehr mal weniger gut. Alles in allem aber ein erfrischend anderer amerikanischer Film.<\/p>\n<p><center>kornecke meint: <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.kornecke.de\/blog\/pics\/4.jpg\" width=\"100\" height=\"18\" alt=\"\" \/><\/center><br \/>\n<\/p>\n<ul><strong>Eine Unbequeme Wahrheit<\/strong><\/ul>\n<p>Al Gore zeigt einen engagierten Vortrag zur Klimaerw\u00e4rmung, dazwischen ein paar Einspieler zur Person Al Gore. Klingt wenig spannend? Ist es aber &#8211; und wichtig au\u00dferdem.<br \/>\nHierzulande werden dem Film vor allem zwei Vorw\u00fcrfe gemacht: Zum einen merke man ihm an, dass er f\u00fcr ein amerikanisches Publikum gemacht ist; die Sachverhalte seien einfach aufbereitet und es g\u00e4be kaum Informationen, die interessierte Europ\u00e4er (bzw. Deutschen?) nicht bereits kennen w\u00fcrden. Zum anderen seien die Passagen, die sich mit der Person Al Gore besch\u00e4ftigen \u00fcberfl\u00fcssig und langweilig.<br \/>\nDiese Einw\u00e4nde sind kaum abzustreiten, allerdings schm\u00e4lern sie die Qualit\u00e4t des Films nicht wirklich. Die Fakten, die Gore pr\u00e4sentiert sind simpel dargestellt, aber richtig und \u00fcberzeugend. Um Ursachen und Auswirkungen der globalen Erw\u00e4rmung darzustellen, braucht es kein wissenschaftliches Journal. Gore argumentiert einfach, verst\u00e4ndlich und pointiert; er schafft die Gratwanderung zwischen wissenschaftlicher Ernsthaftigkeit und unterhaltsamen Vortragsstil &#8211; ihm zuzuschauen macht schlau und Spa\u00df. Dass vdas meiste tats\u00e4chlich so oder \u00e4hnlich bekannt ist, tut dem ganzen keinen Abbruch. Im Gegenteil ist es erschreckend, all die Geschichten die \u00fcber die Auswirkungen der Erderw\u00e4rmung immer wieder zu lesen und zu h\u00f6ren sind, im Zusammenhang aufbereitet zu sehen; dadurch gewinnt die Problematik ein ganz anderes Gewicht.<br \/>\nDie Passagen, die Gore nicht vor einer Menschenmenge sondern vor allem auf Reisen an allen m\u00f6glichen Stationen zeigen und meistens von ihm selbst kommentiert werden, m\u00f6gen in gewisser Hinsicht tats\u00e4chlich \u00fcberfl\u00fcssig sein &#8211; was das eigentliche Thema des Films angeht. Aber es ist durchaus spannend die Person Al Gore kennen zu lernen. Der Mann, der durch sein Studium auf das Klimaproblem aufmerksam wurde und den die Welt v.a. als den Mann kennt, der von der Mehrheit der Amerikaner gew\u00e4hlt aber nie Pr\u00e4sident wurde, tourt nun mit seinem Vortrag durch die Welt, wiederholt hunderte Male wieder und wieder die gleichen S\u00e4tze, zeigt die gleichen Diagramme und Photos. Sicher gibt es \u00fcber diese Person mehr interessantes zu erz\u00e4hlen, als es der Film tut. Aber der Einblick, den der Zuschauer \u00fcber Gores Motivation, seinen Werdegang und seine Hoffnungen erh\u00e4lt, ist keineswegs langweilig. Definitv ein guter, ein wichtiger Film.<\/p>\n<p><center>kornecke meint: <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.kornecke.de\/blog\/pics\/5.jpg\" width=\"100\" height=\"18\" alt=\"\" \/><\/center><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland. Ein Sommerm\u00e4rchen Zugegeben, S\u00f6nke Wortmanns Film hat nicht die Qualit\u00e4ten anderer erstklassiger Dokumentationen (wie etwa H\u00f6llentour). Dazu ist die Perspektive zu eingeschr\u00e4nkt und oberfl\u00e4chlich. 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