{"id":141,"date":"2006-01-16T12:02:27","date_gmt":"2006-01-16T11:02:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kornecke.de\/blog\/?p=141"},"modified":"2006-06-07T10:24:39","modified_gmt":"2006-06-07T09:24:39","slug":"der-ewige-gartner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kornecke.de\/blog\/?p=141","title":{"rendered":"&#8211; Im Kino: Der ewige G\u00e4rtner"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/Der%20ewige%20G%E4rtner.html\"><img src='http:\/\/www.kornecke.de\/blog\/pics\/gaertner.jpg' alt='match' align='left' vspace='10' hspace='10' \/><\/a> Im Kino gewesen. Festgestellt, dass sich filmdienst wie filmstarts.de gleicherma\u00dfen geirrt haben.<\/p>\n<p><i>Der ewige G\u00e4rtner<\/i> gl\u00e4nzt vor allem in den (sogenannten) &#8218;technischen&#8216; Bereichen: Eine grandiose Kameraf\u00fchrung, gro\u00dfartige Farbgebung, toller Schnitt, Ton und der \u00fcberaus gelungene Soundtrack. Die Handschrift von Fernando Meirelles, der mit <i>City of God<\/i> ein Meisterst\u00fcck ablieferte, ist unverkennbar und offenbart einen mutigen, gelungenen Stil.<\/p>\n<p>Doch im Kontrast dazu stehen Schauspieler und Drehbuch. W\u00e4hrend Ersteres vielleicht dem pers\u00f6nlichen Geschmack geschuldet ist &#8211; Ralph Fiennes fand ich bisher einzig in <i>Prince of Egypt<\/i>, als Stimme von Ramses \u00fcberzeugend -, kann man das krude Drehbuch kaum entschuldigen. Wenn es auf filmstarts.de hei\u00dft <i>&#8222;Denn der an der Genreerwartung gemessene thrill dieses teilweise vorhersehbaren Thrillers, h\u00e4lt sich in Grenzen.&#8220;<\/i> dann ist das nett formuliert. Die Geschichteist ist \u00fcber weite Strecken nicht nur vorhersehbar sondern stellenweise auch \u00fcberaus krude (da werden die B\u00f6sewichter wie beim Domino einer nach dem anderen wunderbarerweise bekehrt und der Held hat &#8211; zack! &#8211; alle Beweise in der Hand)  und &#8211; vielleicht das schlimmste f\u00fcr einen Thriller &#8211; streckenweise einfach langweilig. Nach <i>Das Russlandhaus<\/i> und <i>Der Schneider von Panama<\/i> ist dies die dritte Kinoverfilmung eine Romans von John Le Carr\u00e9. Und w\u00e4hrend ich mich dunkel erinnere, den ersten durchaus spannend gefunden zu haben, war der Eindruck beim Schneider ganz \u00e4hnlich wie beim G\u00e4rtner: Ein Thriller ohne Thrill.<br \/>\nAuch die politische Dimension der Geschichte um skrupellose Machenschaften von Pharmakonzernen und ehemaligen Kolonialstaaten in Afrika verliert ihre Brisanz, wenn sie sich derartig platt und unmotiviert der klassischen Thriller-Schablonen bedient.<\/p>\n<p><i>Der ewige G\u00e4rtner<\/i> ist ganz bestimmt kein schlechter Film. Die Bilder, die die Kamera \u00fcber den wunderbaren Landschaften immer wieder einf\u00e4ngt, sind ebenso gro\u00dfartig wie die schon erw\u00e4hnte, \u00fcberaus gelungene technische Umsetzung der weniger gelungenen Story. In diesem Sinne, kann man dem Duo Meirelles (Regie) und Charlone (Kamera) nur w\u00fcnschen, dass sie mit dem n\u00e4chsten Drehbuch mehr Gl\u00fcck und nach der Nominierung 2004 in diesem Jahr vielleicht den verdienten Erfolg bei der Oscar-Verleihung haben.<\/p>\n<p><center>kornecke meint: <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.kornecke.de\/blog\/pics\/3.jpg\" width=\"100\" height=\"18\" alt=\"\" \/><\/center><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Kino gewesen. Festgestellt, dass sich filmdienst wie filmstarts.de gleicherma\u00dfen geirrt haben. Der ewige G\u00e4rtner gl\u00e4nzt vor allem in den (sogenannten) &#8218;technischen&#8216; Bereichen: Eine grandiose Kameraf\u00fchrung, gro\u00dfartige Farbgebung, toller Schnitt, Ton und der \u00fcberaus gelungene Soundtrack. 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