Archiv für den Monat: Mai 2006

– Früher…

….habe ich dieses Wetter „Zeit der drei Kleidungsstücke*“ genannt. Bis auf die vielen Buchstaben eigentlich eine ziemlich schlaue Bezeichnung. :)

* Sandalen sind Schuhwerk und Schuhwerk ist kein Bekleidungsstück.

– Im Kino: 16 Blocks

16bloks Im Kino gewesen. Bei Bruce.

Bruce Willes gibt in 16 Blocks das, was er am besten kann: Den abgewrackten Polizisten, der nochmal zur Hochform aufläuft und den bösen Jungs ordentlich auf die Finger haut, diesmal seinen korrupten Kollegen.

Mehr bietet der Film leider nicht. Die Story von 16 Blocks hätte eine Menge mehr geboten, bspw. eine Kinoversion der Fernsehserie 24. So bietet der Film ’nur‘ ein paar optische Spielereien mit der Kamera, die Spaß aber noch keinen besonderen Film machen.

Ebenso wenig Innovation bietet die Story, die nach Muster 7 eine Überraschung nach der anderen versucht, dabei jedoch immer wieder das gleiche Schema anwendet – weshalb das mit der Überraschung nicht so recht funktionieren will. Einzig am Ende hat Richard Wenks Drehbuch eine leidlich innovative Wendung zu bieten, die dafür allerdings auch ausgiebig präsentiert wird.

16 Blocks ist ziemlich genau das, was man von einem Bruce-Willes-Streifen erwartet. Aber leider auch nicht mehr.

kornecke meint:

* Jorlúnds-Krieger-Testspiel

Noch bevor korneckes WM-Tipp-Spiel anfängt, man ist eben festgelegt, wenn man andere für sich spielen läßt, wird nach langer Pause ein zweites Jorlúnds-Krieger-Testspiel starten. Bis zum 13.05.06 kann man sich anmelden und ein paar Wochen ausprobieren, Fehler finden, sich mit den Nachbarn keilen, kurz: Spaß haben.

Die Regeln können hier heruntergeladen werden.

Die Zugabgabetermine (ZAT’s) werden ein bis zwei mal pro Woche stattfinden.

Ich würde mich freuen, wenn eine möglichst große Gruppe an Testspielern zusammen kommt.

– Im Kino: Good Night. And Good Luck.

good night Im Kino gewesen. Politisches Kino.

In Good Night. And Good Luck. erzählt George Clooney die Geschichte des Fernsehjournalisten Edward R. Murrow und dessen Kampf gegen die ‚Kommunistenjagd‘ des Senators Joseph McCarthy in den 50’er Jahren. Dabei übersetzt Clooney die politische Dimension des Filmes offensichtlich (aber nicht platt) in die heutigen Tage. Viele Sätze lassen sich als direkte Kritik an der Bush-Administration lesen.

Sehr gelungen ist die detailverliebte Darstellung der Zeit und der Umstände. Clooney drehte in schwarz-weiß um das historische Fernsehmaterial problemlos integrieren zu können; alle Szenen mit McCarthy stammen bspw. von Originalmaterial aus den 50er Jahren.
Andererseits wirkt der Film teilweise so überzeugend, dass er sich oft wie eine Dokumentation ‚anfühlt‘. Auch die Tatsache, dass das Drehbuch die Handlung zum größten Teil in das Fensehstudio legt und kaum persönliche Geschichten erzählt, verursacht eine gewisse sachliche Distanz zum Geschehen auf der Leinwand. Das mag der eine ermüdend, der andere angemessen kompakt finden – Geschmackssache.

Ein Problem für den deutschen Zuschauer mag – wie auch schon bei bspw. The Aviator – der kulturhistorische Hintergrund. McCarthys Kommunistenjagd mag für viele ein interessantes Thema sein, aber es bleibt ein fremdes, historisches Thema. Damit kann der Film seine deutschen Zuschauer woh nicht so sehr fesseln wie dies in den USA u.U. möglich ist.

Insgesamt aber eine interessante, stlistisch hervorragend erzählte historische Geschichte, versehen mit (schlauen) politischen und medienkritischen Anmerkungen.

kornecke meint: