- Klicken, Schleimen, fertig
Man stelle sich vor, wie froh man ggf. selbst wäre, für sich oder einen Freund/ Verwandten einen ‘wildfremden’ Spender zu finden…
Will sagen: Einfacher geht’s nicht.
von gegenüber
Man stelle sich vor, wie froh man ggf. selbst wäre, für sich oder einen Freund/ Verwandten einen ‘wildfremden’ Spender zu finden…
Will sagen: Einfacher geht’s nicht.
Die Straße gehört uns allen.
…und mehr kann oder braucht man eigentlich auch nicht sagen.
Ausser vielleicht:
Ich bin gegen Google Street View und das zeige ich! Auf GoogleMaps!
Medikamentenverpackungen mit der Aufschrift ,Starterkit’ sind schon unanständig, oder?
Allerdings nur notdürftig, sodass jede Menge Dreck zu erwarten ist, wenn die weiße Pracht sich irgendwann entgültig verflüchtigt haben wird. Allzu lange kann das ja nicht mehr dauern. Silvesterreste: Glas, Scherben und Knaller. Dazu Sand, Splitt und anderes Streugut. Außerdem massenhaft extraweiche Hundescheiße, die sich ja – über etliche Wochen tiefgekühlt – sicherlich hervorragend gehalten haben wird. Da kommt Freude auf.
Da hat die gute Susanne recht.
Das wird dann so eine Art Wettrennen ob eher die Straßen geräumt oder doch eher die S-Bahn wieder im Takt ist. Falls sich die BVG noch an den Warnstreiks beteiligt, wird’s noch besser. Seufz. Nie wieder rausgehen, das wär’s.
Ggf erst lesen: Im Google-Wahn
Betreff:
Bzgl “Im Google-Wahn”, Ausgabe Nr 3
Von:
Jan Koernicke
Datum:
Sun, 17 Jan 2010 16:13:00 +0100
An:
leserbriefe@zeit.de, widerspruch@zeit.deGuten Tag,
unten stehend ein (vermutlich zu langer) Text in Reaktion auf Frau Gaschkes Artikel “Im Google-Wahn”. Der Artikel ist weniger Grund als vielmehr Anlass zu diesem Schreiben. Schon in der Vergangenheit war der Tenor von ZEIT-Artikeln zum Thema Internet/ Informationsgesellschaft im allgemeinen und zum Thema ‘Google’ im speziellen meiner Wahrnehmnung nach eher polemisch als informiert. Mit etwas technischem Verständnis bieten die Artikel in der sonst überaus lesenswerten Zeitung immer wieder Grund zum Kopfschütteln. Im allgemeinen also die Bitte um Artikel mit etwas mehr technischem Hintergrund (bei Autoren und gern auch im Text) und im speziellen die folgenden Zeilen zum konkreten Artikel.
(Ob Sie diese als Leserbrief oder Widerspruch komplett oder gekürzt abdrucken, ist Ihnen überlassen. Schon allein das Lesen und zur Kenntnis Nehmen durch die zuständigen Personen wäre hoch willkommen.)Schon im dritten Satz von Frau Gaschkes Artikel werden Intention und Selbstverständnis des Textes klar: „ … ein paar Verbotsschilder für kinderpornographische Internetseiten, als sei dies kriegsentscheidend“. Der zu Recht viel diskutierte Gesetzesentwurf zur potentiellen ‘Sperrung’ von Webseiten ist also im ‘Krieg’ gegen Google ein stumpfes Schwert?
Und so geht es weiter im Artikel, das Credo: Google ist böse und der Staat muss uns davor beschützen. Beides ist Unsinn. Richtig ist: Google sammelt frei verfügbare Informationen sowie alle Informationen, die wir – die Nutzer – freiwillig geben. Richtig ist aber auch, dass jeder selbst bestimmen kann, welche Daten er Google preisgeben will und welche nicht. Ohne persönliche Registrierung (bspw. für Google Mail) kann Google keine Informationen über persönliche Suchanfragen sammeln; mit einer solchen Registrierung lässt sich diese Sammlung einfach deaktivieren. Jeder Betreiber einer Webseite kann selbst bestimmen ob seine Inhalte von Google durchsucht und indiziert werden sollen oder nicht; bei Facebook und Co kann das jeder Nutzer. Cookies, welche Webservern eine Wiedererkennung eines Besuchers ermöglichen, lassen sich in jedem Browser komplett oder gezielt deaktivieren. Die Aussage „Keine zwei Nutzer erhalten für denselben Suchbegriff die gleichen Antworten“ ist einfach falsch und generiert auf der Titelseite einer seriösen Wochenzeitung nur unberechtigte Ängste.
Zum anderen: Wenn Google versucht, möglichst viel über den Nutzer zu erfahren, so geschieht das ganz einfach um ihm bessere Ergebnisse liefern zu können. Google will die besten Ergebnisse liefern um besser Werbung verkaufen zu können. Nutzer wollen die besten Ergebnisse für ihre Suche bekommen. Dass die Suchergebnisse besser sind, umso mehr Informationen über die Anfrage verfügbar sind – ist das ein Wunder?
Gern werden in der Diskussion auch das ‘Google Handy’ oder Chrome, Googles Browser, erwähnt. Auch hier heißt es gern, dass beide sehr viele Daten an die ‘Krake’ liefern würden und man deren Nutzung möglichst vermeiden soll. Tatsache ist, dass im Falle von Chrome der Quellcode komplett und im Falle von Android, dem Betriebssystem für Mobilgeräte, der größte Teil des Quellcodes offen verfügbar ist. Jeder, der will und kann, kann sich anschauen, was Googles Software tut. Das ist bei den Konkurrenten im Browser- oder Mobilgerätemarkt nicht der Fall. Alle datenschutztechnisch relevanten Optionen lassen sich in Googles Software unkompliziert deaktivieren; Chrome ist gar der einzige Browser der den Nutzer bei der Installation fragt, welche Suchmaschine er gern verwenden würde.
Der andere Torheit in Gaschkes Artikel ist die Forderung nach einem staatlichen Schutz vor Google. Dabei wird nicht erwähnt, dass in Deutschland die automatische Identifikation von Passanten in der Öffentlichkeit nicht von Google sondern vom BKA am Bahnhof Mainz zuerst getestet wurde. „Was heißt noch ‘Privatheit’, wenn keine Bewegung im öffentlichen Raum mehr inkognito ist?“ Diese Frage geht wohl weniger an Google als an eben diesen Staat, der ganze Straßen und Plätze überwachen lässt. Und warum ausgerechnet Google um Erlaubnis bitten sollte, an öffentlichen Plätzen Fotos zu machen, wo dies sonst fast jedem, inklusive und insbesondere der Presse gestattet ist, erschließt sich auch nicht.
Richtig ist: Google will möglichst viele Informationen sammeln und will möglichst viele dieser Informationen frei verfügbar machen. Darauf beruht das Geschäftsmodell des Unternehmens. Und daran ist erstmal nichts Verwerfliches. Das Google dabei transparenter vorgeht als die meisten anderen Unternehmen und dem Nutzer alle Wahlmöglichkeiten lässt, sollte allerdings ebenso erwähnt werden. Tatsächlich sind weder die Titelseite noch das Feuilleton der richtige Ort für einen solchen Artikel – vielmehr sollte der Wissens-Teil der ZEIT die Aufgabe übernehmen, zu erklären wie die Nutzer mit den neuen Diensten umgehen können und sollten. Am Ende wird weder die Politik noch die Kultur entscheiden wie die neuen Techniken unser Leben beeinflussen; wir werden es selbst entscheiden müssen – und dazu wird das nötige Wissen benötigt. Im Grunde Bedarf es im Übergang zum Informationszeitalter einer neuen Aufklärung, im besten Sinne eines „Ausgangs des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“.Mit freundlichen Grüßen, Jan Koernicke
Der Deutschlandfunk hat das neue Jahr mit einer sehr schlauen, bemerkenswerten, hörens- bzw. lesenswerte Reihe begonnen: Drei kontroverse Beiträge zum Thema Wohlstand ohne Wachstum? – zum Hören als mp3 oder zum Lesen als …naja … Text halt.
- Teil 1 (von Harald Welzer)
- Teil 2 (von Meinhard Miegel)
- Teil 3 (von Rainer Hank)
Für iPod-Nutzer ganz generell empfohlen, die Podcasts von Deutschlandfunk/ Deutschlandradio: http://www.dradio.de/podcast/
…als eine Klippe zuviel.
Wir gehen heute wieder eine Runde Dosen suchen. Aber im Zweifelsfall nicht überall: “Stuart Anderson was reportedly ‘geocaching’ with his wife when he fell…”
Schon ein paar Tage her, aber: Fast alle Uhren haben sich selbständig auf Winterzeit umgestellt. Was den irgendwie verstörenden Gedanken aufkommen lässt, dass man womöglich eines Tages gar nicht mehr mitbekommt, dass die Uhren umgestellt wurden und man Zeit gewonnen oder verloren hat. Grüße von den grauen Herren.
Gestern nachmittag, Telefon klingelt, Rufnummer unterdrückt1, Gespräch in etwa:
Ich: Hallo?
Frau: Guten Tag. ich rufe an von der Verbraucherzentrale Berlin und würde Ihnen gern ein paar Fragen zum Thema Wirtschaftskrise/ Geld/ Zeugs2 stellen. Wir…
Ich: Sekunde, woher haben Sie denn meine Telefonnummer?
Frau: Na aus dem Branchenbuch3, erste Seite. Haben Sie sich bei der Post4 sperren lassen?
Ich: Ich wusste gar nicht, dass ich mich irgendwo sperren lassen müsste um solche Anrufe nicht zu erhalten. Und warum rufen Sie eigentlich mit unterdrückter Nummer an, ist das5…
Frau: Jaja… Legt auf.
Ein paar Minuten zuvor kam ein Anruf von einer Dresdner Nummer, fragt ob ich ein paar Fragen zum Thema Radiosender beantworten würde. Ich drücke meine Abneigung aus und gut ist. Solche Anrufe sind zwar auch nicht schön aber da kann man mit leben. Ein derartig frecher Anruf wie der obige war mir bisher nicht untergekommen…
Wobei die ideale Umgangsweise in solchen Falle wahrscheinlich eine nette Kooperation mit offensichtlichen Nonsensantworten wäre. In der Art von:
Wie alt sind sie? – 19
Wieviel Geld verdienen Sie im Jahr? – 17 Millionen.
Haben Sie eine private Altersvorsorge? – Ja, meine 24 Enkel.
Welche Hobbies haben Sie? – Schnorcheln in der Spree.
Das schöne wäre, dass die Mitarbeiter, die sonst den (= meinen) Ärger abbekommen, einen ‘erfolgreichen’ Anruf/ Datensatz haben und im besten Fall ihr Geld dafür kriegen während die Angaben selbst für Datenkraken, Werbetreibende, Zeugsverkäufer offensichtlich wertlos sind. Naja, nächstes Mal vielleicht.
1 Ich kenne quasi niemanden, der mich anrufen könnte ohne dass dessen Rufmunner sichtbar wäre. Eine unterdrückte Rufnummer bedeutet also fast immer: Telefon-Spam.
2 Klar, diese Verbraucherzentrale, die immer gegen Umfrageanrufe wettert und alle Firmen verklagen will, die mit unterdrückter Rufnummer anrufen…
3 Hui, ich habe eine Firma gegründet und diese im Branchenbuch eintragen lassen? Auf der ersten Seite? Warum sagt mir das keiner?
4 Dass die Post was mit Telefonen zu tun hatte, ist wie lange her? 25 Jahre?
5 Tatsächlich ist es andersum: Anrufen darf nur, wer eine ‘Zusage’ vom Angerufenen hat. Und mit unterdrückter Rufnummer ist gar nicht (mehr) erlaubt.